Forschungsprojekte

Thematisches Profil

"Prozesse der Rezeption, konstruktiven Transformation und Vermittlung von Wissen als Signum des Mittelalters"

Wenn nach einem Signum mittelalterlicher Kultur gesucht wird, dann kann dieses in dem Begriff der Rezeption und Rezeptivität erfasst werden. Allerdings gilt es den Rezeptionsbegriff aus der hermeneutischen Engführung des Textverstehens zu befreien. Gleiches gilt für den Wissensbegriff, der sich gleichermaßen auf die der Erkenntnis und den Wissenschaften, der Sprache und medialen Repräsentation sowie den institutionellen und soziologischen Bedingungen zugrundeliegenden Ordnungsstrukturen zusammen mit den jeweiligen Gegenständen des Wissens bezieht.
Rezeption betrifft demnach die Konstitutionsbedingungen der mittelalterlichen Kultur schlechthin, die nicht zuletzt Wenn nach einem Signum mittelalterlicher Kultur gesucht wird, dann kann dieses in dem Begriff der Rezeption und Rezeptivität erfasst werden. Allerdings gilt es den Rezeptionsbegriff aus der hermeneutischen Engführung des Textverstehens zu befreien. Gleiches gilt für den Wissensbegriff, der sich gleichermaßen auf die der Erkenntnis und den Wissenschaften, der Sprache und medialen Repräsentation sowie den institutionellen und soziologischen Bedingungen zugrundeliegenden Ordnungsstrukturen zusammen mit den jeweiligen Gegenständen des Wissens bezieht.
Rezeption betrifft demnach die Konstitutionsbedingungen der mittelalterlichen Kultur schlechthin, die nicht zuletzt dadurch gekennzeichnet ist, dass sie einerseits in Kontinuität mit der Spätantike steht, zum anderen sich in den großen Sprachkreisen des Arabischen - damit verbunden des Hebräischen -, des Griechisch-Byzantinischen und Lateinischen darstellt, die sich auf eine je unterschiedliche Weise auf diese gemeinsame Voraussetzung beziehen und aus diesem Umgang mit dem spätantiken Erbe ihre Spezifik und Identität gewinnen. (Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass Sprach- und Kulturraum nicht identisch sind.) Dies gilt insbesondere für die Konstitution und Transformation der mittelalterlichen "Episteme" in der ganzen Breite ihrer diskursiven Formationen. Hier gilt es im Unterschied zu den historiographischen Standarderzählungen und Konzeptionen den Blick für die longue durée von Überlieferungszusammenhängen ebenso im Auge zu behalten wie für die Diskontinuitäten und Transformationen. In diesem Sinne bezeichnet Rezeption ein komplexes kulturelles Phänomen, das über einen Kulturaustausch und Wissenstransfer weit hinausreicht. So beruht die Herausbildung des europäischen Kulturraumes auf der besonderen Form der Rezeptivität, die sich jedoch erst im Spannungsgefüge der übrigen Sprach- und Kulturräume erschließt.
Rezeptionsprozesse sind keine zufälligen und spontanen Akte, sondern sind vor dem Hintergrund komplexer Bedingungsgefüge zu analysieren, die als Inklusions- und Exklusionsbedingungen auftreten. Doch bis zu welchem Grade geschieht dies? Hier gilt es institutionelle Bedingungen ebenso in den Blick zu nehmen wie kulturelle Leitvorstellungen, die ein reflektiertes Bewusstsein der Identität - der eigenen und der fremden - widerspiegeln. Gerade mit Blick auf die ersichtliche Diachronie der Rezeptions- und Transformationsprozesse eröffnet sich ein Blick auf die Konstitutions- und Ausschlussmechanismen, die kulturell wirksam werden und die epistemischen Bedingungen insbesondere des Wissensdiskurses bis in die Gegenwart hinein bestimmen. Dies betrifft auch die Epoche, die wir - als Folge eines wirkmächtigen historiographischen Selektionsversuchs - gewöhnlich Mittelalter nennen. Epochengrenzen und Kulturgrenzen aber sind auf ihre Konstruktionsbedingungen zu befragen: Sie sind Ausdruck einer Transformation, nicht selten auch einer Grenzziehung in Hinblick auf die Rezeption.
Die konkreten Fragestellungen und Forschungsgegenstände der einzelnen Projekte richten sich mit ihren unterschiedlichen - komplementären, interferierenden und miteinander konkurrierenden - methodologischen Ansätzen der beteiligten Disziplinen stichwortartig bezeichnet auf Philosophie und Soziallehren, Herrschafts- und Gesellschaftsordnungen, Lebensformen, Habitus und Mentalität, mündliche und schriftliche Tradierungen, fremde Sprachen, Grammatik und Poetik, literarische Texttransformationen, Diskursformen, das Wechselverhältnis von Text und Bild, Bautechnologie und Architekturformen sowie auf vielfältige Erscheinungsformen des Rechtslebens. Zugleich geht es immer auch um die institutionellen und gesellschaftlich-personalen Träger der Rezeptions- und Vermittlungsvorgänge. Damit wird thematisch ein außerordentlich breiter, fundamentaler kulturgeschichtlicher Zusammenhang konstituiert.dadurch gekennzeichnet ist, dass sie einerseits in Kontinuität mit der Spätantike steht, zum anderen sich in den großen Sprachkreisen des Arabischen - damit verbunden des Hebräischen -, des Griechisch-Byzantinischen und Lateinischen darstellt, die sich auf eine je unterschiedliche Weise auf diese gemeinsame Voraussetzung beziehen und aus diesem Umgang mit dem spätantiken Erbe ihre Spezifik und Identität gewinnen. (Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass Sprach- und Kulturraum nicht identisch sind.) Dies gilt insbesondere für die Konstitution und Transformation der mittelalterlichen "Episteme" in der ganzen Breite ihrer diskursiven Formationen. Hier gilt es im Unterschied zu den historiographischen Standarderzählungen und Konzeptionen den Blick für die longue durée von Überlieferungszusammenhängen ebenso im Auge zu behalten wie für die Diskontinuitäten und Transformationen. In diesem Sinne bezeichnet Rezeption ein komplexes kulturelles Phänomen, das über einen Kulturaustausch und Wissenstransfer weit hinausreicht. So beruht die Herausbildung des europäischen Kulturraumes auf der besonderen Form der Rezeptivität, die sich jedoch erst im Spannungsgefüge der übrigen Sprach- und Kulturräume erschließt.
Rezeptionsprozesse sind keine zufälligen und spontanen Akte, sondern sind vor dem Hintergrund komplexer Bedingungsgefüge zu analysieren, die als Inklusions- und Exklusionsbedingungen auftreten. Doch bis zu welchem Grade geschieht dies? Hier gilt es institutionelle Bedingungen ebenso in den Blick zu nehmen wie kulturelle Leitvorstellungen, die ein reflektiertes Bewusstsein der Identität - der eigenen und der fremden - widerspiegeln. Gerade mit Blick auf die ersichtliche Diachronie der Rezeptions- und Transformationsprozesse eröffnet sich ein Blick auf die Konstitutions- und Ausschlussmechanismen, die kulturell wirksam werden und die epistemischen Bedingungen insbesondere des Wissensdiskurses bis in die Gegenwart hinein bestimmen. Dies betrifft auch die Epoche, die wir - als Folge eines wirkmächtigen historiographischen Selektionsversuchs - gewöhnlich Mittelalter nennen. Epochengrenzen und Kulturgrenzen aber sind auf ihre Konstruktionsbedingungen zu befragen: Sie sind Ausdruck einer Transformation, nicht selten auch einer Grenzziehung in Hinblick auf die Rezeption.
Die konkreten Fragestellungen und Forschungsgegenstände der einzelnen Projekte richten sich mit ihren unterschiedlichen - komplementären, interferierenden und miteinander konkurrierenden - methodologischen Ansätzen der beteiligten Disziplinen stichwortartig bezeichnet auf Philosophie und Soziallehren, Herrschafts- und Gesellschaftsordnungen, Lebensformen, Habitus und Mentalität, mündliche und schriftliche Tradierungen, fremde Sprachen, Grammatik und Poetik, literarische Texttransformationen, Diskursformen, das Wechselverhältnis von Text und Bild, Bautechnologie und Architekturformen sowie auf vielfältige Erscheinungsformen des Rechtslebens. Zugleich geht es immer auch um die institutionellen und gesellschaftlich-personalen Träger der Rezeptions- und Vermittlungsvorgänge. Damit wird thematisch ein außerordentlich breiter, fundamentaler kulturgeschichtlicher Zusammenhang konstituiert.